Samstag, 25 Nov 2017
Start Gesundheit des Pinschers
Die Gesundheit des österr. Pinschers

Prinzipiell ist der Österreichische Pinscher eine robuste, wenig krankheitsanfällige Rasse. Meist sucht man den Tierarzt nur zu den regelmäßig zu verabreichenden Impfungen und Entwurmungen auf. Einen dauernd vor sich hin kränkelnden Hofhund konnte und kann schließlich niemand gebrauchen.


Probleme einer seltenen und zahlenmäßig kleinen Rasse

Durch den kleinen Genpool gibt es jedoch in bestimmten Linien teilweise sehr hohe Inzuchtkoeffizienten. Je höher der Inzuchtkoeffizient, desto höher ist das Risiko des jeweiligen Hundes unter den nachteiligen Folgen der In- und Linienzucht zu leiden. Dazu gehören: verminderte "Fitness" also z. B. verminderte Fruchtbarkeit und Immunabwehr, geringeres Lebensalter, erhöhtes Risiko unter Erbdefekten zu leiden usw. Bei einer Studie an Pudeln hat man zum Beispiel herausgefunden, dass Pudel mit einem IK unter 6,25% um durchschnittlich 4 Jahre länger lebten als solche mit einem IK über 25%.


Problemlösungsstrategien

Zur Genpoolvergrößerung werdem zum einen Landpinscher eingekreuzt und die Zucht mit sog. "Registerhunden" gefördern und zum anderen werden Verpaarungen auch nach dem Verwandheitsgrad (inzuchtkoeffizient) der Elterntiere ausgewählt. Dies geschieht auf der Basis einer computergestützten Datenbank (Optimate), die speziell für die Zucht seltener Haustierrassen entwickelt wurde.

Weiters werden alle Zuchttiere (und nach Möglichkeit auch deren Verwandte) im Rahmen der Erwachsenenuntersuchung vom Tierarzt untersucht.


Es werden möglichst viele verschiede Zuchttiere eingesetzt und Paarungen werden nicht wiederholt. Selektionsschwerpunkte sind Gesundheit, Wesen und dann erst die "Schönheit". All dies ist in der Zuchtordnung geregelt.

Zur Zeit liegt das Zuchtbuch noch direkt beim ÖKV. Es ist für Züchter daher möglich ausschließlich nach ÖKV Zuchtordnung zu züchten. Es halten sich jedoch bereits freiwillig viele Züchter an die Zusatzbestimmungen des KÖP. Deren Welpen erhalten das KÖP-Zertifikat. Üblicherweise wird nach ein paar Jahren des Bestehens das Zuchtbuch an die rassebetreuende Verbandskörperschaft übergeben. Dann ist die KÖP-Zuchtordnung, wenn sie vom ÖKV abgesegnet wird, für alle Züchter verbindlich.

Bis es soweit ist, bestimmen auch sie als kritischer Käufer ob z.B.: noch Tiere mit hohen Inzuchtkoeffizienten oder in überwiegender Zwingerhaltung gezüchtet werden.